01.06.06 08:00 Alter: 7 Jahre
Hirschal schießt seinTeam in die Erde hinein
Kategorie: Wochenzeitung
Von: Steyrer Rundschau
Steyrer Rundschau 22, 1. Juni 2006, Seite 67 -
BÜHNE / Das außergewöhnliche Reiseunternehmen startet noch heuer im Oktober

Fährt voll ab auf Jules Verne: Theatersommer-Intendant Adi Hirschal. FOTO: RUNDSCHAU

So oder ähnlich wird das Plakat zur außergewöhnlichen Theatersommer-Produktion ausschauen.
HAAG / Neinnein, dass vor wenigen Tagen das Nachbarhaus (tatsächlich!) eingestürzt sei, das hätte mit dem erloschenen Vulkankrater unter dem Haager Theaterkeller nichts zu tun, sagt Adi Hirschal. Da sei er sich ziemlich sicher. Mehr noch: Ab Herbst, so der Theatersommer-Intendant weiter, könnten von Haag aus Reisen zum Mittelpunkt der Erde angeboten werden, die Abfahrt würde direkt vom Loch des Kraters erfolgen, der soeben freigelegt wurde. Gröbere Gefahr würde keine bestehen, für die Sicherheit sei gesorgt ...
Worüber Hirschal hier so überschwänglich fantasiert, ist die neueste Theatersom Oktober im Haager Theaterkeller zu sehen gibt. „Die Reise durch den Mittelpunkt der Erde”, so der Titel, knüpft an Jules Vernes Romanklassiker an und versteht sich als Auftakt, zu dem, was im Sommer 2007 auf dem Haager Hauptplatz in Szene gehen wird — „Ich 80 Tagen um die Welt” nämlich.
In beiden Fällen, so Hirschal, gäbe es eine enge Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab. Beides stehe in einem engen Naheverhältnis zur Landesausstellung „Feuer & Erde”, die 2007 in St. Peter und Waidhofen stattfindet.
Zartl verteilt die Speibsackerl
Zurück zur abenteuerlichen Reise ins Erdinnere: Als Reiseleiter ist Otto Lidenbrock im Einsatz, der kauzige Wissenschafter ist Experte für Steine, Mineralien, Erdschichten und vieles mehr — er wird von Manfred Dungl gespielt. Als technischer Leiter und Captain fungiert der Strengberger Michael Kuttnig. Für die Sicherheit an Board wird Adriana Zartl verantwortlich sein. „Sie gibt auch die Speibsackerl an die Reiseteilnehmer aus”, verrät Hirschal und gibt sich dabei ganz unromantisch.
Wichtig bei der Expedition, die 70 Mal aufs Neue gestartet werden soll: Die Angelegenheit sei interaktiv, die Reiseteilnehmer — rund 90 pro Vorstellung — könnten durchaus ins Geschehen eingreifen. So gesehen hänge viel vom Können der Schauspieler ab, vor allem davon, wie gut sie improvisieren. Darum braucht das Stück — wahrscheinlich — auch keinen Regisseur. „Vielleicht mache ich die Regie”, sagt Hirschal, „ich werde so lange bei den Proben zuschauen, bis es mich überzeugt.”
Mehr zum Theatersommer gibt's im Internet auf www.theatersommer.at.
DIE REISE DURCH ...
AB OKTOBER HAAG,
THEATERKELLER