19.09.06 07:57 Alter: 7 Jahre
3 Fragen an Adi Hischal
Kategorie: Tageszeitung
Mit einem „Zweireiher” widmet sich der Haager Theatersommer durch den Hauptplatzumbau bedingt verspätet der Science Fiction von Jules Verne. Mit dem „Future Lab” hat Adi Hirschal einen schlagkräftigen Partner gefunden für eine ganz neue Form von Theater.

Foto: fuka
OÖN: Werden die Zuseher auch die Riesenfarne und die Riesenmonster aus Jules Vernes Vorlage zu Gesicht bekommen wie in einem Themenpark ä la Disneyland?
HIRSCHAL: Unsere Gäste werden noch mehr sehen. Natürlich werden wir die Dinge aus der Vorlage visualisieren. Aber darüber hinaus bietet die Zusammenarbeit mit der Ars Electronica völlig neue Bilder. Die sind auch nötig, denn welche realen Filme könnte man bei einer Reise durch die Erde einspielen?
ÖN: Es soll auch manche Rütteleffekte geben wie am Jahrmarkt.
HIRSCHAL: Das ist ein Element unter vielen. Für uns ist aber eines wichtig: Die Poesie darf nicht fehlen, denn es soll Theater bleiben. Und die Monster die wir zeigen bekommen urplötzlich auch wieder menschliche Züge. Das Publikum wird selber zum Motor, denn unsere Raumkapsel ,Screw II' ist so gebaut, dass die Energie von allen Insassen, also von den drei Crewmitgliedern und den 88 Publikumsplätzen, kommt.
OÖN: Wie lange werden Sie dem Theatersommer erhalten bleiben?
HIRSCHAL: Es gibt einen Dreijahresvertrag, den ich mit Freude bis 2008 erfülle. Ich habe noch nie ein so spannen-des Projekt in meinem Leben gemacht.