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Höhlenforschung – Expeditionen in die Unterwelt

Der erste bekannte Besuch einer Höhle allein aus wissenschaftlichem Interesse liegt etwa 3.000 Jahre zurück. 852 v. Chr. untersuchte der assyrische König Salmanassar III. das Quellgebiet des Tigris. In zwei Tropfsteinhöhlen, die sich über den Quellflüssen gebildet hatten, hinterließen er und seine Begleiter Inschriften und ein Wandgemälde des Herrschers. Den Verlauf ihrer Expedition in den Bauch der Erde hielten die frühen Höhlenforscher auf einem Bronzeblech fest. Es ist die vermutlich älteste Abbildung eines Stalagmiten.
Eine systematische Höhlenforschung gibt es erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts.
Um in Regionen vorzustoßen, die kein Mensch je zuvor betrat, kriechen Höhlenforscher, auch Höhlengänger genannt, in niedrige dunkle Gänge, quälen sich mit schwerem Gepäck durch enge Spalten, seilen sich ins Bodenlose ab oder durchtauchen eiskalte unterirdische Seen.
Speläologen, so lautet die wissenschaftliche Bezeichnung der Höhlenkundler, arbeiten interdisziplinär auf den Gebieten der Geologie, Mineralogie, Hydrologie, Archäologie, Biologie und weiterer Wissenschaften. Sie suchen in den zähen Lehmschichten nach Pollen, um die Pflanzenwelt früherer Zeiten zu rekonstruieren, schließen aus den "Jahresringen" der Tropfsteine auf das Klima vergangener Epochen oder untersuchen Überreste unserer in Höhlen lebenden Vorfahren. Für die Erkundung der Unterwelt haben die Höhlenforscher spezielle Methoden und Instrumente entwickelt. So verwenden sie etwa phosphoreszierende Farbstoffe, um den Verlauf unterirdischer Wasserläufe festzustellen. In Gebieten, in denen das Trinkwasser knapp ist, kann dies von großem Nutzen sein.