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Höhlenrekorde – die tiefsten, die längsten, die größten

Die "Grotta Gigante" bei Triest
Die "Grotta Gigante" bei Triest
"Salle de la Varna"
"Salle de la Varna"

Niemand weiß, wie viele Hohlräume es wo in der Erdkruste gibt und welche Ausmaße sie jeweils haben. In knapp 120 Ländern sind bisher Höhlen entdeckt worden. Einige Tausend sind zumindest teilweise erforscht. Doch dies dürfte nur ein Bruchteil der Gesamtzahl sein.
Die Hohlräume im Innern der Erde können gewaltig sein. In der Nähe des italienischen Triest befindet sich die "Grotta Gigante", eine Höhle mit einem der größten unterirdischen Hohlräume der Welt. Bereits 1908 wurde sie dem Publikum zugänglich gemacht. 1995 erhielt sie als größte Schauhöhle der Welt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Die Halle - 137 Meter hoch, 280 Meter lang und 65 Meter breit - ist so groß, dass man in ihr den Petersdom aufstellen könnte.
Zu den größten unterirdischen Höhlenhallen der Erde zählen zudem die "Sarawak-Halle" der "Good-Luck-Höhle" im Nordwesten Borneos - 700 Meter lang, 450 Meter breit und 70 bis 100 Meter hoch -, der an der französisch-spanischen Grenze liegende "Salle de la Varna" mit einem Durchmesser von 250 Metern und der "Big Room" der "Carlsbad Caverns", USA, mit einer Länge von 450 Metern.
Das "Flint Ridge Mammoth Cave System" im US-Bundesstaat Kentucky - geschützt durch die Klassifizierung als Weltkulturerbe, Biosphären-Reservat und Nationalpark - besteht aus einem Gewirr von Gängen mit einer Gesamtlänge von mehr als 570 Kilometern. Damit ist die Mammuthöhle unter den bisher bekannten das weitläufigste Höhlensystem der Welt – wobei noch nicht einmal alle Abzweigungen erkundet sind. Man vermutet, dass Hunderte von Kilometern noch auf ihre Entdeckung warten. Die untereinander vernetzten natürlichen Tunnels der Karst-Höhle verlaufen in mehreren Etagen bis zu 115 Meter tief unter der Erdoberfläche.
Das tiefste Höhlensystem der Welt, die "Lamprechtsofen-Vogelshacht", liegt im österreichischen Bundesland Salzburg. Die Rekordzahl: 1.632 Meter.
Im mexikanischen Bergwald gibt es eine Höhle, die von den Einheimischen "Sotano de las Golondrinas", "Keller der Schwalben", genannt wird. Der senkrechte Schacht, in den Tageslicht dringt, ist der zweitlängste Schacht der Erde. Der 333 Meter tiefe, kegelförmige Hohlraum hat am Höhleneingang einen Durchmesser von 50 Metern, am Boden beträgt er 300 Meter.
Die rund 42 Kilometer umfassende "Eisriesenwelt" im Tennengebirge bei Salzburg ist das größte Eishöhlensystem der Welt. Hier hat abschmelzendes Eis und wieder gefrierendes Gletscherwasser bizarre Skulpturen geformt.