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Ständig in Bewegung

Ozeane öffnen (Atlantik) und schließen sich (Pazifik). Entlang ozeanischer Rücken bilden sich diese Platten neu, treiben auseinander und bekommen im Ozean ihre Sedimentlast aufgeladen (Riftsystem).

Als Ozean im "Embryonalstadium" wäre das Rote Meer zu betrachten, in dessen Tiefe sich der Beginn eines Auseinaderdriftens der Afrikanischen und der Arabischen Platte abzeichnet.

Auf einem dieser  Mittelozeanischen Rücken, wo sich ozeanische Platten neubilden, liegt Island, von hier aus driften die nordamerikanische und europäische Platte auseinander. Die Vulkane und Spalten der Insel weisen darauf hin, dass sich Europa und Amerika hier pro Jahr etwa zwei Zentimeter voneinander entfernen.  Das Wechselspiel mit See- und Regenwasser führt zu den gigantischen Geysiren und anderen Begleiterscheinungen.

Die Drde ist rund, also muß, wenn es wo "aufgeht", auch irgendwo wieder etwas "zugehen".

In anderen weltgegenden werden Platten wieder unter einer anderen verschluckt und eine Platte unter die andere (Subduktionsprozeß). Die abtauchende Platte wird mitsamt ihrer Sedimentauflage teils  aufgeschmolzen und die darüberliegende Platte von aufsteigenden ´Magmenmassen  imprägniert und "durchlöchert" . Beisspiele für solchen Vulkanismus sind im sogenannten  zirkumpazifischen "Ring of Fire" zufinden. Durch diese, im geologischen Sinne schnellen Bewegungen, entstanden die tiefsten Teile der Erde, wie z.B. der Marianengraben.

Oder die Sedimentpaket mit ihrer Ozeankrustenunterlagen werden wie ein Teppich zusammengeschoben und Gebirge entstehen, so auch der zentrale eurasische Gebirgsgürtel der Alpen - bis zum Himalaya. Der letzte Reste des "verschwundenen Alpenozeans" ist das Mittelmeer.

An der Westküste Amerikas befindet sich eine weitere interessante Nahtstelle:  Die St-Andreas Linie (St. Andreas Graben, eine Bruch und Bewegungslinie, engl. fault, nicht zu verwechseln mit: fold= Falte) :  Hier bewegen sich die nordamerikanische und die pazifische Platte horizontal auf einer Länge von mehr als 600 Kilometern langsam aber mit ungeheurer Gewalt aneinander entlang. Das  regelmäßige "Zähneknirschen" der beiden Platten führt zu den gefürchteten Erdbeben in Kalifornien. Seebeben im Pazifischen Raum verursachen die berüchtigten Tsunamis.

Durch die veränderten Druck und Temperaturbedingunen sind Vulkangesteine an der Erdoberfläche instabil und damit ergeben sie für Pflanzen meist leicht erschließbare fruchtbare Böden,  kein Wunder, daß sich Mensch und Tier , bei aller Gefahr, gerne an Vulkanhängen angesiedelt haben und nicht selten wurde ein Vulkan auch als Gottheit verehrt.